Der Fuchs besiedelt alle nur möglichen Lebensräume. Man findet in sowohl in weiten, baumarmen Ackerbaugebieten, im Gebirge und in der Nähe menschlicher Siedlungen. Sein Körper ist schlank und seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt zwischen 80 und 90 cm. Seine Läufe sind niedrig (Widerristhöhe: 35 bis 40 cm). Die Lunte (Schwanz) ist halbkörperlang und buschig und wird bis zu 50 cm lang. Füchse wiegen von 8 bis 10 kg. Rüden (Männchen) sind stärker als Fähen (Weibchen). Nahe der Luntenwurzel befindet sich eine Drüse, die Viole. Sie sondert ein Sekret ab, dass veilchenartig duftet.

 

Dieses Sekret dient zur Reviermarkierung und Geschlechterfindung. Zur Ranzzeit, die von Mitte Jänner bis in den Februar dauert, ist die Fähe 24 bis 36 Stunden hitzig. Durch Harnen und Bellen lockt sie dann Rüden in ihr Revier, die dann mitunter um die Gunst der Fähe kämpfen.

Legt sich ein Rüde auf den Rücken, ist der Kampf beendet. Im Sommer ist der Balg des Fuchses rostrot/grauweiß-färbig. Der untere Teil der Läufe, die Mundwinkel und die Außenseite der Gehöre sind schwarz. Der Winterbalg ist dichter und tritt im Gebirge bereits Anfang Oktober auf. In den Tieflagen erhält der Fuchs erst im November die weiße Ringelung der Grannen. Der Frühjahreswechsel beginnt Anfang März mit Haarausfall im Schulterbereich. Da man früher annahm, dass die schütteren Stellen im Pelz durch das Aufreiten des Rüden auf der Fähe entstünden, werden die schütteren Stellen im Pelz auch "Ranzbrille" genannt. Der Fuchs hat einen guten Geräusch- und Geruchssinn (er windet gut und vernimmt scharf).

 

Die Wege, die er immer wieder von und zu seinem Tagesunterschlupf benützt, werden als Fuchspass bezeichnet. Der Fuchs merkt sich gemachte gute und schlechte Erfahrungen und richtet sein Verhalten danach. Er geht in der Dämmerung auf die Jagd, nachdem er die meiste Zeit des Tages in Dickungen versteckt verbringt.

Seinen Bau sucht er nur bei Schlechtwetter, zur Ranzzeit und bei beunruhigten Revieren auch am Tag auf. Sind Jungfüchse zu versorgen kann man Füchse in ruhigen Revieren auch schon unter Tags, vornehmlich am Nachmittag, antreffen. Da der Fuchs Beutereste nicht entfernt, erkennt man einen "befahrenen" Bau am Aasgeruch. Auch frisch ausgefahrenes Erdreich lässt einen noch bewohnten Bau erkennen. Jungfüchse treten die Erde davor flach.

Die Nahrung der Füchse besteht zum Großteil aus Mäusen. Er frisst aber auch Käfer, Raupen, Schnecken, Regenwürmer, Fische, Eidechsen, Frösche, Beeren und Obst. Es werden auch Erdnester von Wespen und Hummeln ausgegraben um an deren Waben und Larven zu kommen. Auch Aas, das er findet wird nicht verschmäht. Größere Tiere reißt der Fuchs nur, wenn diese leicht zu erbeuten sind. Abgesehen von Jungtieren (Junghasen, Rebhuhn- und Fasanküken) fallen ihm nur schwächere oder geschwächte Stücke oder aber auch Hausgeflügel, zum Opfer. Ganz selten, etwa bei hoher Schneelage, gelingt es dem Fuchs auch ein Reh zu erbeuten.

Der Fuchs spielt als "Gesundheitspolizei" im Revier eine große Rolle, da er zeitgerecht kranke und schwache Stücke entnimmt und so zur Gesundheit der Wildbestände beiträgt und auch Aas entsorgt. Er ist ein territoriales Tier, der ein Revier bestimmter Größe beansprucht und gegen Artgenossen verteidigt. Beim Tod eines Tieres wird das Revier spätestens im folgenden Herbst durch Territorium suchende Jungfüchse nachbesetzt.

 

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