Beim Muffelwild handelt es sich um eine in Gattern und in der Wildbahn eingebürgerte Wildart. In Deutschland betrug die Jahresjagdstrecke ca. 5.000 Tiere.

 

Ursprünglich stammt es von den Mittelmeerinseln Sardinien und Korsika. Felsige, bewaldete trockene Böden werden von diesem genügsamen und widerstandsfähigen Wild bevorzugt. Außer Kräuter, Gräser und Baumtriebe, ernährt es sich von Scharfgarbe, Wolfsmilch und Pilzen. Bei der Äsung "muffelt" die Herde, mit Ausnahme der Widder, die nur während der Brunft pfiffartige Laute von sich geben. Dann kommt es auch zu Kämpfen, bei denen sich die Rivalen im Rückwärtsgang voneinander weg entfernen, um dann mit ziemlicher Wucht so zuzustoßen, dass es schon vorkommt, dass einer der beiden die Besinnung verliert, bzw. dass sich die Schnecken verfangen und beide zugrunde gehen.

 

Dieses Wildschaf weist eine stockige, rotwildfarbige Behaarung auf, welche durch die helle Unterseitenfärbung und die dunklen Vorder- und Hinterziemer sehr lebendig wirkt. Die Winterdecke des Widders ist mit ihrer dunklen Halsmähne und den betonten Schabracken sehr ansprechend. Die wuchtigen Hörner ergänzen das Erscheinungsbild. Aufgebrochen wiegt ein Widder um die 38 kg.

So unterscheidet man Widder und Schaaf
Der Widder wirkt klobiger und trägt ein schneckenförmiges, bis zu ca. 90 cm langes Gehörn, die Schnecken, die sich ab dem 4. Lebensmonat bilden und mit 10 bis 12 Jahren ausgewachsen sind. Weiters fällt er durch eine lebendigere Färbung, und im Winter durch die Dunkle Halsmähne, das Vlies, auf.

 

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