Das Rotwild wird auch Edelwild genannt und gehört zu den größten Schalenwildarten Europas. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Bestand stark dezimiert. Aufwendige Hege ließ den Bestand anwachsen. Die Rückschläge des ersten Weltkrieges erholten sich in den 30er Jahren. Die Jahresjagdstrecke lag im Jahr 2000 bei ca. 53.000 Tieren.

 

Es braucht ausgedehnte Lebensräume um gesunde Populationen zu entwickeln und lebt in Rudeln zusammen, wodurch es auch als Rudelwild zu bezeichnen ist. Ältere Hirsche können sich zu Einzelgängern entwickeln. Meist hält sich das Rotwild tagsüber im Einstand auf und zieht bei Einbruch der Dämmerung auf die Äsungsflächen.

 

Anzutreffen ist das Rotwild in ausgedehnten Bergwäldern, Almgebieten und in waldreichen Augebieten. Rotwild ernährt sich von 15 bis 30 kg Grünäsung, die aus Gräsern, Kleearten Strauchgewächsen und Trieben besteht. Ein Drittel des Tages verbringt es mit Nahrungsaufnahme, die zwei weiteren mit Wiederkäuen und Ruheperioden.

Die Brunft (Fortpflanzungszeit) beginnt in den Niederungen bereits Ende August in den höheren Lagen Mitte bis Ende September, dauert 3 Wochen und ist auch vom Wetter abhängig. Föhn wirkt sich z.B. nachteilig aus.

Das Tier setzt (gebärt) nach 34 bis 36 Wochen Ende Mai und bekommt bis zu zwei Kälber, welche bis in den Winter hinein gesäugt werden und von der Mutter abhängig sind.

Zwischen Mitte Februar und Mitte April werfen die Hirsche ihre Geweihe ab, wobei ältere Hirsche generell früher abwerfen. Danach werden die Rosenstöcke vom Bildungssaum überwallt und das vom Bast umgebene, weiche, empfindliche Kolbengeweih bildet sich. Ca. 130 Tage nach dem Abwurf ist die neue Geweihmasse bis in die Spitzen verhärtet und die Durchblutung des Bastes wird beendet.

Das Edelwild erreicht bis zu 280 kg Wildbrettgewicht im aufgebrochenen Zustand. Das Geweih kann 9 kg und mehr betragen, wobei aufgrund der härteren Lebensbedingungen das bergländische Edelwild in der Regel etwas schwächer entwickelt ist. Tiere erreichen bis zu 100 kg, Kälber wiegen Mitte Dezember bis zu 55 kg. Rotwild wird 16, selten 20 Jahre alt. Ab dem 14. Lebensjahr bildet sich das Geweih zurück und die Tiere setzen (gebären) schwächere Kälber.

 

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